Brutvogelkartierung

Die OAB führte im gesamten Bodenseegebiet 1980-81, 1990-92 und 2000-2002 drei halbquantitative Gitterfeldkartierungen durch. In den Jahren 2010 und 2011 wird die vierte Kartierung durchgeführt. Diese Form der Erfassung bietet trotz einiger methodischer Einschränkungen eine der einfachsten Möglichkeiten, (Brut-)Vogelbestände auf größerer Fläche zuverlässig und relativ genau zu ermitteln. Durch die wiederholte Kartierung derselben Probeflächen mit unveränderter Methode eröffnet sich die Chance, Veränderungen in Häufigkeit, Verbreitung und Diversität der Arten verschiedener Kartierungszeiträume quantitativ zu analysieren. Um die Veränderungen in den Brutvogelgemeinschaften zu dokumentieren, bieten sich drei verschiedene Methoden an: Veränderungen in Häufigkeit und Verbreitung der einzelnen Art, regionales Verschwinden und Einwandern von Arten und Veränderungen in der Struktur der Brutvogelgemeinschaften.
Bei der Brutvogelkartierung 1980-81 wurden 315 Rasterfelder von je 2 km Kantenlänge auf der Grundlage des schweizerischen 1 x 1 km-Gitternetzes untersucht. Bei den Kartierungen von 1990-1992 und 2000-2002 konnten 303 dieser Felder wieder bearbeitet werden. Bei den Kartierungen wird eine Linientaxierung durchgeführt und die Zählungen auf die Rasterfläche von 4 km2 hochgerechnet. Auf den 303 identischen Rasterflächen veränderte sich die Anzahl der Brutvögel wie folgt:

Anzahl der Brutvogelarten Anzahl der Brutvögel (Hochrechnung)
1980/81 141 465.064
1990-92 146 431.533